SicherungsseileEin Scheinwerfer wird einsträngig an einem Stahlseil von 4mm Durchmesser gesichert. A 5kg LösungB 10 kg Anforderungen an Sicherungsseile sind in der BGV C1-Erläuterung SP 25.1/2-4 (BGI 810-3) beschrieben, siehe dort Seite 10. Erst ab einem Durchmesser von 6mm vorgesehen sind Ketten, dies aber, weil entsprechende Ketten erst ab diesem Durchmesser (des Kettengliedes) genormt sind, nicht aus Gründen der Stabilität. MehrfeldträgerEine 24m lange Alu-Traverse wird an drei Punktzügen (an den Endpunkten und mittig) geflogen und mit einer gleichförmigen Streckenlast belastet. Wie verteilt sich die Last auf die drei Züge (li, mitte, re) in der Praxis? A 33% / 33% / 33% LösungD Lässt sich nicht rechnen, lässt sich in der Praxis nur messen. Sind die Lager deutlich weicher als der Träger (Träger an Zugfedern aufgehangen), dann verteilt sich die Last nach Antwort A. Ist der Träger deutlich weicher als die Lager, dann verteilt sich die Last nach Antwort C (nach diesen Werten wird beispielsweise im Brückenbau gerechnet). Hier ist jedoch nach der Verteilung in der Praxis der Veranstaltungstechnik gefragt: Hier bewegt sich die Nachgiebigkeit von Traverse und Lager (Seil oder Kette des Punktzuges) in der gleichen Größenordnung, zumal die genaue Durchbiegung an den einzelnen Lagern von die Idealposition abweichen kann, da die Züge unterschiedlich fahren. Im Extremfall hängt die ganze Last an den äußeren oder am mittleren Zug - und alle Zwischenwerte sind ebenfalls möglich. Von daher kann man die Lastverteilung nicht rechnerisch ermitteln. Um die damit einhergehenden Risiken zu vermeiden, gibt es mehrere Ansätze:
WindlastenAuf zwei Traversenliften der 100kg-Klasse liegen in 6m Höhe 12m 4-Gurt-Traverse. An dieser Traverse sind vier 6er-Bars PAR 64 befestigt. Es gelten die Windlasten nach DIN 4112 („fliegende Bauten“). Wie stark müssen die Lifte ballastiert werden? A Lifte müssen nicht ballastiert werden LösungD Standsicherheit kann hier nicht durch Ballastierung gewährleistet werden Wir berechnen das Kippen um den Punkt A. Durch die Gewichtskräfte (2 Lifte, 12m Truss, 4 6er-Bars, zusammen etwa 250kg) haben ein linksdrehendes Moment von etwa Nach DIN 4112 (Fliegende Bauten) baucht mit einem Staudruck von nur 250 N/m² gerechnet werden, wenn ab Windstärke 8 der Betrieb eingestellt (hier also die Traverse heruntergelassen wird). Aus den Windangriffsflächen der Lifte, der Traverse und der PAR-Scheinwerfer ergeibt sich rechtsdrehende Momente von etwa Daraus ergibt sich, dass mit etwa 750 kg nachballastiert werden müsste, gleichmäßig zu verteilen auf beide Lifte. Allerdings wäre der Traversenlift nicht in der Lage, solche Momente aufzunehmen - er würde abknicken. (Abgesehen, dass Traversenlifte keinen Vorrichtungen besitzen, mit deren Hilfe Ballast angebracht werden könnte.) Traversenlifte sind also etwas für indoor, outdoor ggf. noch als Aufbauhilfe. FI-Schutzschalter (RCD)Welchen Auslösestrom darf ein RCD (FI-Schutzschalter) in einer Bühnenstromverteilung (32A -> Schuko) maximal haben? A 30mA LösungA 30mA LeitungsquerschnittUm ein sicheres Ansprechen der Leitungsschutzschalter zu gewährleisten, darf der Spannungsabfall auf einer Leitung 3% nicht übersteigen. Ein 2kW-Verfolger wird mit 70m Leitung (FOH -> Dimmer City) angeschlossen. Welcher Querschnitt ist zu verwenden? A 1,0 mm² LösungD 4,0 mm² Die "2" in der Formel resultiert aus Hin- und Rückleiter. Würde man mit dem tatsächlichen Strom statt mit dem Auslösestrom der Sicherung rechnen, würde man auf 3,15mm² kommen, was ebenfalls auf 4mm² aufzurunden wäre. SchallpegelMit welcher Vorschrift soll das Publikum vor zu hohen Schallpegeln geschützt werden? A BGV B3 LösungB DIN 15905 Teil 5 BGV B3 dient dem Schutz der Beschäftigten, TA Lärm und die Freizeitlärm-Richtlinien dem Schutz der Anwohner. |